Tutorial: Freistellen in Photoshop

Tutorial: Freistellen in Photoshop

Viele empfinden das Freistellen in Photoshop ja als eine Art „Königsdisziplin“, dabei ist es spätestens seit dem Schnellauswahlwerkzeug, welches es Anfangs nur in Photoshop Elements gab, und dem Tool „Kante verbessern“ ein Leichtes gworden. Auch vermeintlich schwierige Stellen wie Haare lassen sich so fast mühelos freistellen.

Doch welches der beiden Bilder da oben ist jetzt das Original?

Rechts seht ihr das Original und links die freigestellte Version mit einem neuen Hintergrund.

Doch wie genau funktioniert das Freistellen in Photoshop denn nun?

Zu Beginn wird erst einmal eine grobe Auswahl per Schnellauswahlwerkzeug erstellt. Diese darf wirklich einfach gehalten werden. Das Tolle an diesem Werkzeug ist dass es wie ein Pinsel funktioniert und man damit die Auswahl quasi malen kann.

Tipp: Mit der Alt-Taste lässt sich der Pinsel von Plus auf Minus umstellen. So lässt sich sehr einfach Etwas von der Auswahl entfernen oder wieder hinzufügen.

Nach dem wir also unsere Auswahl haben finden wir im Menü unter Auswahl das Tool Kante verbessern. Damit lässt sich die Auswahl noch einmal deutlich verbessern.

Die Einstellungen sind von Bild zu Bild unterschiedlich. Wichtig ist nur das die Option Smartradius aktiv ist und ihr den dazugehörigen Regler etwas nach rechts schiebt (wie viel hängt vom Bild ab). Dadurch wird die Auswahl noch einmal automatisch verbessert.

Falls es dann immer noch Stellen gibt die nicht gut geworden sind könnt ihr mit dem Radius-verbessern-Werkzeug (links neben der Smartradius Option) einfach über diese Stellen malen um sie zu verbessern. Besonders bei Haaren funktioniert das super.

Nach einem klick auf OK erhält man so eine neue Ebene von seinem freigestellten Objekt mit einer passenden Ebenenmaske. Hier lassen sich mit Hilfe der Ebenenmaske letzte Verbesserungen durchführen.

Jetzt lässt sich problemlos ein neuer Hintergrund hinter das Bild einfügen.

Fertig…oder nicht? Nö! Denn noch wirkt das Ganze sehr künstlich und unecht. Das liegt vor allem an den fehlenden Schatten und an der unterschiedlichen Farbgebung von Hintergrund und freigestelltem Objekt.

Die Schatten bekommt man ganz einfach hin in dem man sich sein freigestelltes Objekt auf eine neue Ebene kopiert und es komplett mit der Farbe Schwarz füllt. Danach muss nur noch ein graußscher Weichzeichner darüber und der Schatten passend transformiert werden.

Die Sache mit der unterschiedlichen Farbgebung lässt sich auch sehr einfach in den Griff kriegen. Ich habe dafür einfach eine Farbfüllung angelegt und diese auf den Mischmodus Ausschuss gestellt. Wichtig hier ist es nicht mit dem Effekt zu übertreiben!

Zum Schluss habe ich einfach noch zwei Beleuchtungseffekte angelegt. Diese finden sich unter Filter -> Renderfilter -> Beleuchtungseffekte. Dadurch wirkt das Bild nochmal etwas stimmiger.

Der Rest sind kleine Anpassungen wie z.B. leichte Schatten und Lichter an der Wand.

Alle Ebenen auf einen Blick

Das endgültige Ergebnis seht ihr hier. Meiner Meinung nach macht dieser Hintergrund sehr viel mehr her als das Original. Und so schwer war das Freistellen doch auch nun wieder nicht 😉

Übrigens danke an Kevin der sich hier als Model und Versuchskaninchen zur Verfügung gestellt hat.