Rob Legato bei TED

Die Tage bin ich über dieses Video von Rob Legato bei TED Talks gestolpert. Für Alle die nicht wissen wen ich da eigentlich meine, geb ich euch ein paar kurze Infos zu seiner Person.

Ich lege meine Hand dafür ins Feuer dass jeder von euch schon mindestens einen Film gesehen hat, an dem er mitgewirkt hat – nämlich Titanic. Und dafür hat er sogar noch einen Oscar bekommen. 😉

Doch was macht er genau?

Rob Legato erstellt sogenannte „visual effects“ für Filme, also Animationen / Effekte etc. von denen die meisten gar nicht mehr merken das diese überhaupt da sind.

Im Video wird dies vor allem deutlich als er über seine Arbeit zu Titanic redet und dabei die Unterwasser Szene zeigt. Wer hätte gedacht das ca. die Hälfte dieser Szene die echte Titanic zeigt und die andere hälfte bloß eine Kopie die eindrucksvoll ins rechte Licht gerückt wurde? Die Unterschiede sind praktisch nicht vorhanden.

Doch eigentlich wollte ich auf etwas ganz anderes bei diesem Video hinaus dass mir wirklich im Kopf geblieben ist. Bei seiner Arbeit zu Apollo 13 erzählt er nämlich wie weit die Erinnerung an etwas Gesehenes von dem tatsächlich Gesehenen entfernt sein kann. Wir haben also Dinge die wir gesehen haben unter Umständen ganz anders in Erinnerung als sie wirklich geschehen sind. Teilweise nehmen wir sogar reale Gegebenheiten als unecht war weil wir sie anders in Erinnerung haben (Stichwort Raketenstart im Video).

Die logische Schlussfolgerung daraus ist dass wir gar nicht immer genau das Abbilden müssen was Realität ist, sondern diese Dinge auch mal vereinfachen dürfen bzw. zum guten verfremden können und manchmal auch müssen.

Dafür kann man einfach mal in seiner eigenen Erinnerung kramen und sich überlegen was einem selbst wirklich zu einem Thema einfällt, wie es aussieht und einfach mal aus der Erinnerung heraus anfangen etwas zu erschaffen. Vermutlich wird das Ergebnis zwar von der Realität abweichen aber trotzdem für jeden gut erkennbar sein.

Die beste Stelle im Video kommt übrigens zum Schluss als er von seiner vermutlich besten Arbeit erzählt und einen Kollegen fragt warum dies wohl so ist. Die Antwort: „Weil kein Mensch weiß dass du irgendetwas damit zu tun hattest“.

Angewandt auf die Fotografie heißt dies für mich: Weniger ist manchmal mehr. Man muss einem Bild nicht immer die Bildbearbeitung und die viele Arbeit dahinter ansehen damit es Eindruck macht.